Kategorie: StuPa

Schließung des Master-Studiengangs Bildungswissenschaft – Educational Sciences (M.A.)

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Die Fachschaft Bildung hat für die 1. ordentliche Sitzung des 12. Student*innenparlaments am 21. Juni 2017 eine Stellungnahme beantragt. Nachstehendes wurde mit 15 : 0 : 0 (dafür : dagegen : Enthaltung) geändert angenommen.

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„Schließung des Master-Studiengangs
Bildungswissenschaft – Educational Sciences (M.A.)“

Die Fachschaft Bildung einschließlich der ihr angehörigen Fachgruppenvertretungen sprechen sich gegen eine Schließung des Master-Studiengangs „Bildungswissenschaft – Educational Sciences (M.A.)“ aus.

Die Studierenden kritisieren, dass im Zuge der geplanten Abschaffung nur mangelhaft informiert wurde beziehungsweise nicht die Perspektive der Studierendenschaft angefragt wurde. Ebenso wurden Potentiale zur Verbesserung, insbesondere in der Bewerbung des Angebots, nicht ausgenutzt. Der Master-Studiengang bietet eine Anknüpfungsmöglichkeit für verschiedene Bachelorstudiengänge der Leuphana Universität Lüneburg; nicht nur für die Absolvent*innen des Bachelor-Studiengänge „Lehren und Lernen (B.A.)“ und „Berufliche Bildung in der Sozialpädagogik (B.A.)“, sondern auch aus anderen Fakultäten (Kultur- und Nachhaltigkeitswissenschaften) mit dem Minor Bildungswissenschaften. Diese Möglichkeiten wurden nicht ausreichend kommuniziert.

Die Bewerber*innenzahlen sind deutlich höher, als die Anzahl der tatsächlichen Zulassungen, was für ein grundsätzliches Interesse an dem Studiengang steht. Der kostenpflichtige Englischtest, für den es keine Nachreichfrist gibt, stellt hier eine große Hürde dar. Die Vielfalt der Anschlussmöglichkeiten für externe Bewerber*innen wird ebenfalls nur unzureichend kommuniziert. Beispielsweise die Erstellung von Profilen aktiver oder ehemaliger Studierender zur Orientierung für Interessierte auf der Homepage wurde nicht weiter genutzt.
Der Studiengang mit seiner Bildungsperspektive über Schule hinaus, öffnet den Blick für ein innovatives Forschungsfeld. Auch wenn die Schwerpunktsetzung des Studienganges mit dem Begriff „Community Education“ nicht direkt selbsterklärend ist, so handelt es sich dabei doch um ein wichtiges Feld in der Auseinandersetzung mit Kooperationen zwischen Schule und außerschulischen Bildungsträger*innen sowie demokratischen und individuellen sowie gruppenbezogenen Bildungsprozessen. Erziehungs- und Bildungsprozesse vollziehen sich heute in komplexen gesellschaftlichen und institutionellen Bezügen. Der Master-Studiengang „Bildungswissenschaft – Educational Sciences (M.A.)“ bietet die Möglichkeit, sich von Grund auf mit dem Bildungssystem und seinen Zusammenhängen intensiv auseinanderzusetzten, dieses mehrperspektivisch sowie kritisch zu reflektieren und konstruktiv an Veränderungen mitzuwirken. Es ist aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive von enormer Bedeutung, Expert*innen in diesem Bereich auszubilden, da Bildung einen immer größeren Raum im Leben eines Menschen einnimmt, wobei die Bildungsstrukturen immer undurchsichtiger werden. Durch Ideale, Werte und Visionen, aber auch innovative Lehr-/Lernarrangements und Ansätze für zukünftige Bildungsprozesse in Deutschland werden Studierende der Bildungswissenschaft dazu befähigt, als aktive Akteur*innen im Bildungsbereich zu einer nachhaltigen, humanistischen und handlungsorientierten Zivilgesellschaft im 21. Jahrhundert beizutragen.

Von dieser erziehungswissenschaftlichen Perspektive profitiert auch das Angebot im Lehramtsstudium. So wird nicht nur die Diversität unter den Studierenden gefördert, sondern durch die Vernetzung mit den unterschiedlichen Fachbereichen auch die Diversität der Lehre. Ebenso stärkt der Erhalt des einzigen nicht auf Schule fokussierten Master-Studiengangs ein weit gefasstes Bildungsverständnis, welches vor allem auch in der Fakultät Bildung seinen Platz haben sollte.

Wir freuen uns, dass der Fakultätsrat der Fakultät Bildung diese Meinung durch seine ablehnende Stellungnahme zur Schließung am 14. Juni 2017 bekräftigt hat. Als Konsequenz fordern wir, diese Unterstützung zukünftig nach innen und außen deutlicher zu vertreten. Planungen hinsichtlich eines alternativen Angebots sollten fortgeschritten sein, bevor ein nichtausgelasteter Studiengang geschlossen wird.

Interdisziplinarität wird in diesem Studiengang nicht nur durch die heterogene Studierendenschaft gelebt, sondern auch durch die Major-Minor-Kombinationen. Der Bereich Kinder- und Jugendhilfe wird insbesondere durch die Wahlmöglichkeit des Minor „Sozialpädagogik“ und bereits im Major verankerte Module abgedeckt. Auch der Minor „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ passt zum Profil der Leuphana Universität Lüneburg und stellt ein Alleinstellungsmerkmal des Studiengangs dar. Dieses Potential sollte eher verstärkt genutzt werden. Der Minor „Kulturell-Ästhetische Bildung“ bietet vielfältige Anknüpfungsmöglichkeiten in wichtigen Tätigkeitsfeldern und bietet den Studierenden somit noch mehr Möglichkeiten zur individuellen Schwerpunktsetzung. Durch die Teilnahme am Komplementärstudium findet zudem eine Vernetzung mit den übrigen Master-Studiengängen der Leuphana Universität Lüneburg statt, der in den spezifischen Lehramtsstudiengängen nicht vorgesehen ist, und als Bereicherung empfunden wird.

In seiner jetzigen Gestaltung baut der Master-Studiengang „Bildungswissenschaft – Educational Sciences (M.A.)“ auf vielfältige universitäre und außeruniversitäre Hintergründe auf und bietet die Möglichkeit zu individuellen Bildungsprozessen im Sinne eines selbstbestimmten Lernens.

Wir setzen uns für den Erhalt des Studiengangs als Master of Arts ein und fordern die Stärkung der Potentiale, die sich aus dem Angebot ergeben.

 

 

Link zur Stellungnahme im PDF-Format: 2017-06-21_Schließung des Master-Studiengangs Bildungswissenschaft

Arbeitsschwerpunkte des 11. StuPas

Das 11. Student*innenparlament (StuPa) der Universität Lüneburg hat in seiner
2. ordentlichen Sitzung folgende Arbeitsschwerpunkte für die Legislaturperiode 2016/17 beschlossen. Anhand dieser Arbeitsschwerpunkte werden StuPa und Allgemeiner Student*innen Ausschuss (AStA) ihre Arbeit gestalten und messen.

 

Zu den Arbeitsschwerpunkten gehört auch ein grundsätzlicher Anspruch an die inhaltliche und strukturelle Arbeit. Dabei sollen die schon in der Satzung der Student*innenschaft formulierten Maßgaben erweitert werden. Die Verfasste Student*innenschaft setzt sich zum Ziel, ihre Arbeitsweise in der Umsetzung ihrer Arbeitsschwerpunkte, kritisch, wissenschaftlich, emanzipatorisch und verallgemeinerungswürdig zu gestalten. Sie bemüht sich in allen Belangen um partizipative Entscheidungsprozesse, in denen alle Kommiliton*innen die Möglichkeit bekommen, mitzuwirken. Sie diskriminiert niemanden und fördert aktiv die Inklusion strukturell benachteiligter Menschen in ihrem Denken und Tun. In allen Handlungen wird der Anspruch der Nachhaltigkeit konsequent mitgedacht und realisiert. Durch ihre Arbeitsweise und die Außenkommunikation versucht die Student*innenschaft, das Interesse an Politik anzuregen und zu vertiefen. Sie nimmt sich vor, in ihrem Wirken stets bündnisorientiert innerhalb der Hochschule und darüber hinaus zu agieren und reflektiert ihr Handeln (selbst-) kritisch.

Arbeitsschwerpunkte des11StuPa – beschlossenes Dokument

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! – Aufruf anlässlich des Jahrestages der Befreiung vom Faschismus

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!
Zum 8. Mai – Tag der Befreiung vom Faschismus

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Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.
– Der Schwur von Buchenwald, 19. April 1945 –

 
Mit der Befreiung durch die Anti-Hitler-Koalition konnte das organisierte Unrecht des Faschismus gestoppt werden und endete mit der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945. Die Schlussfolgerung der internationalen Gemeinschaft lautete: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

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Still Not Loving AfD

es reicht afd

AStA und StuPa lehnen jegliche Zusammenarbeit mit der „Alternative für Deutschland“ (AfD) ab, wie aus folgendem Beschluss der Gremien hervorgeht:

Die verfasste Studierendenschaft der Universität Lüneburg lehnt jegliche Zusammenarbeit, Kontaktaufnahme oder Beantwortung von Anfragen im inhaltlichen Sinne mit der Partei „Alternative für Deutschland” (AfD), ihrer Jugendorganisation „Junge Alternative” (JA) sowie den Junge Alternative Hochschulgruppen oder anderen AfD-parteinahe Hochschulgruppen sowie in diesen Strukturen organisierten Personen ab. Diskriminierende Inhalte und Äußerungen der rechtspopulistischen bis extrem rechten Partei und ihr Eintreten für eine Elitisierung der Hochschulen stehen den Forderungen der Studierendenschaft nach einer offenen, diskriminierungsfreien Hochschule direkt entgegen. Die Studierendenschaft sieht sich deshalb in der Pflicht über die Gefahren, die von AfD und nahen Strukturen ausgehen, aufzuklären und aktiv gegen deren Erstarken, insbesondere an der Hochschule, vorzugehen. (mehr …)

Für eine friedliche und gerechte Weltwirtschaftsordnung statt G20

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Die Liste dielinke.SDS hat für die konstituierende Sitzung des 12. Student*innenparlaments am 07. Juni 2017 eine Positionierung bzw. einen Arbeitsauftrag beantragt. Nachstehendes wurde mit 10 : 1 : 4 (dafür : dagegen : Enthaltung) geändert angenommen (bei zwei nicht-abgegeben Stimmen).

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„Für eine friedliche und gerechte Weltwirtschaftsordnung statt G20“

Nach Planung der Bundesregierung und des Hamburger Senats soll der nächste G20-Gipfel im Juli 2017 in Hamburg stattfinden. Bei diesen Gipfeln treffen sich, als Reaktion auf die seit 2008 anhaltende tiefe Zivilisationskrise, die Regierungschefs und Finanzminister der wirtschaftsstärksten Nationen sowie zahlreiche Bankchefs wie auch Lobbyisten und inszenieren sich als Weltregierung – ohne jede Legitimation. Sie kommen nicht umhin, einige der großen Probleme dieser Zeit zu behandeln, wie die kriegerischen Eskalationen und Umweltzerstörung – stellen sich sogar als die Retter dar, diese Probleme zu lösen. Da sie aber bestrebt sind, die neoliberale (Un-)Ordnung zu retten, indem sie den „Freihandel“ (=Deregulierung) untereinander ausbauen (z.B. mit TTIP und CETA), die Austeritätspolitik forcieren und Lohn- und Steuerdumping verfestigen wollen, haben sie keine Antwort darauf. Die Gipfel sind Teil des Problems, nicht der Lösung.

Demgegenüber tritt die Studierendenschaft Lüneburg für die Überwindung des Rechts des Stärkeren ein, um sich an der umfassenden Verwirklichung der menschlichen Würde zu beteiligen. Das heißt: Frieden und Abrüstung, gute Ernährung und eine Gesundheitsversorgung, die gesund hält, Bildung, die aufklärt und Kultur, die befreit – für alle Menschen. Die Studierendenschaft bekennt sich zu zielführendem Umwelt- und Klimaschutz. Dafür engagieren wir uns unter anderem mit der Beteiligung an einem sozialen Gegengipfel der 7 Milliarden für Frieden und soziale Gerechtigkeit. Die Bevölkerung entscheidet selbst am besten, was für alle gut ist.
Den Gipfel in Hamburg sollen um die 15.000 Polizeikräfte absichern, Kameras den Innenstadtbereich überwachen und Absperrungen den Verkehr in der Stadt massiv einschränken – ein Szenario, das keiner Stadt zumutbar ist.

Um einer humanen Entwicklungsperspektive den Weg zu bahnen spricht sich die Studierendenschaft dafür aus, dass in den internationalen Beziehungen, anstelle der G7 und G20, aufbauend auf dem Völkerrecht, der UN Menschenrechte-Charta und dem UN-Sozialpakt, die demokratischen Strukturen der Vereinten Nationen ausgebaut und gestärkt werden. Statt Millionen Euro für einen G20-Gipfel zu verschwenden (in Toronto 2010 waren es 1 Mrd. Dollar) fordern wir, diese sinnvoll für die nötigen Investitionen in Soziales, Bildung, Kultur, Gesundheit, Inklusion, Integration und Infrastruktur zu nutzen.

Dafür unternimmt die verfasste Studierendenschaft zusammen mit ihren Bündnispartnern folgende Schritte:
• Verbreitung von Aufklärungsmaterial sowie die Unterstützung entsprechend öffentlicher Veranstaltungen
• das Mitwirken an Bündnisaufrufen sowie Kampagnen
• die umfassende Mobilisierung zum Gegengipfel der 7 Milliarden und die Beteiligung daran

Wir rufen auf zum friedlichen Protest und lehnen Gewalt von und gegen Demonstrant*innen kategorisch ab.

 

Link zur Stellungnahme im PDF-Format: 2017-06-07_Für eine friedliche und gerechte Weltwirtschaftsordnung statt G20

Kritische Wissenschaft für alle statt Exzellenz für die Interessen weniger

Das Student*innenparlament hat am 11.05.2016 folgende Stellungnahme beschlossen:StuPa-Logo_292a6e2d4a

Die bundesweite Entwicklung in der Hochschul- und Wissenschaftspolitik deutet einen anderen Weg als die Exzellenzinitiative an. Die Studierendenbewegung hat in der letzten Zeit einiges durchgesetzt: Seit dem Wintersemester 2014/15 werden in keinem Bundesland mehr allgemeine Studiengebühren erhoben. In den letzten beiden Jahren sind Hochschulgesetze mit der Linie einer zaghaften Demokratisierung überarbeitet worden. In Baden-Württemberg ist nach jahrzehntelangem Verbot die Verfasste Studierendenschaft wieder eingeführt worden. Die „Bologna“-Reform mit den Bachelor-Master-Studiengängen steht hart in der Kritik. Im Jahr 2015 haben 36 Hochschulen neu eine Zivilklausel in ihren Grundordnungen festgeschrieben. (mehr …)

Zeit für mehr Solidarität! – AStA und StuPa unterstützen Aufruf des DGB zum 1. Mai

AStAlogo-aktuell-smallAm 1. Mai demonstrieren wir für mehr Solidarität – zwischen den arbeitenden Menschen, den Generationen, Einheimischen und Geflüchteten, Schwachen und Starken. Es ist an der Zeit für mehr Solidarität, und wir brauchen Zeit für mehr Solidarität!

Integration geht nur gemeinsam, mit gleichen Rechten für alle Beschäftigten!StuPa-Logo_292a6e2d4a
Deutschland steht vor großen Aufgaben: Hunderttausende sind vor Krieg und Terror zu uns geflüchtet. Sie treffen hier viel zu oft auf Hass und Menschenfeindlichkeit. Dagegen wenden wir uns entschieden – die Antwort heißt Integration in Arbeit und Gesellschaft, nicht Ausgrenzung! Die Gewerkschaften stehen für eine freie, offene, solidarische und demokratische Gesellschaft. Geflüchtete und Einheimische dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wir fordern: Keine Ausnahmen beim Mindestlohn, keine Absenkung von Arbeitsschutzstandards! (mehr …)

Gegen das Geschäft mit dem Töten und für eine friedensstiftende Universität

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Die Liste dielinke.SDS hat für die konstituierende Sitzung des 12. Student*innenparlaments am 07. Juni 2017 eine Stellungnahme beantragt. Nachstehendes wurde mit 9 : 6 : 2 (dafür : dagegen : Enthaltung) geändert angenommen.

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„Gegen das Geschäft mit dem Töten
und für eine friedensstiftende Universität“

Am Mittwoch, 7. Juni 2017 nahm der ehemalige Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) an der Universität Lüneburg an einer Podiumsdiskussion zum Thema Rüstungsexporte teil, gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Jürgen Trittin von Bündnis 90/Die Grünen.

Dirk Niebel hat im Januar 2015, nur 16 Monate nach dem Ausscheiden aus dem Amt des Bundesentwicklungsministers, eine Anstellung beim Rüstungsunternehmen Rheinmetall angenommen. Dirk Niebel unterstütze das Unternehmen „beim Ausbau der globalen Regierungsbeziehungen“, wie aus einer Pressemitteilung von Rheinmetall hervorgeht. Mit anderen Worten: Niebel wurde Rüstungslobbyist. Niebel war als Bundesminister Mitglied des Bundessicherheitsrates (BSR) gewesen. Der BSR ist ein exklusives und geheim tagendes Gremium, das über die Genehmigung deutscher Rüstungsexporte entscheidet. Mitglied im BSR sind etwaige Bundesminister sowie die Bundeskanzlerin. Nach Informationen von Spiegel Online wurde 2011 der Export von 200 Leopard-Panzern des Typs 2A7+ durch Rheinmetall nach Saudi-Arabien vom BSR gebilligt. Obwohl das Abstimmungsverhalten Dirk Niebels im BSR nicht öffentlich bekannt ist, ist es an sich schon ein Skandal, dass Niebel über Rüstungsexporte seines zukünftigen Arbeitgebers entscheiden konnte.

Die Studierendenschaft hält es explizit für keinesfalls verwerflich, dass ein scheidender Minister nach dem Scheitern seiner Partei an der Fünf-Prozent-Hürde eine neue Anstellung sucht und findet. Die verfasste Studierendenschaft der Universität Lüneburg missbilligt vielmehr den „Drehtüreffekt“, bei dem ehemalige demokratisch gewählte Amtsträger kurz nach dem Ausscheiden aus dem Politikbetrieb in einen Bereich der Wirtschaft wechseln, der unmittelbar mit dem vorherigen politischen Tätigkeitsfeld verquickt ist. Überdies wird die Tatsache kritisiert, dass ein Politiker in seiner Funktion als Amtsträger Entscheidungen auf eine Weise fällt, die positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage seines zukünftigen Arbeitgebers haben.

In der Rolle des Bundesentwicklungsministers sollte Niebel Frieden, Menschenrechte und Demokratie auch im Nahen Osten fördern. Es ist offensichtlich, dass zwischen den Rollen als Bundesentwicklungsminister und als Rüstungslobbyist ein Interessenskonflikt besteht. Rüstungsexporte an das saudi-arabische Militär, das 2011 beispielsweise an der Niederschlagung von Protesten in Bahrain beteiligt war, torpedieren die Transformation der Region hin zu einer demokratischen und friedlichen Ordnung.

Die verfasste Studierendenschaft der Universität Lüneburg lehnt den Außenhandel mit Rüstungsgütern und Kriegswaffen kategorisch ab.

 

 

Link zur Stellungnahme im PDF-Format: 2017-06-07_Gegen das Geschäft mit dem Töten und für eine friedensstiftende Universität

Stellungnahme zur RPO // Aufruf zur Vollversammlung

Mit einem breiten Bündnis aus hochschulpolitischen Akteur*innen kritisieren wir die aktuelle RPO. So können wir nicht studieren!
Deshalb rufen wir zur Vollversammlung zur RPO am 1. Juni um 14.30 Uhr in Hörsaal 2 auf.

Den Text der Stellungnahme findet ihr hier:

 

Zum Wintersemester 2015/2016 ist die neue Rahmenprüfungsordnung (RPO) in Kraft getreten. Seitdem sind die Probleme, die sich für uns Studierende ergeben, zahlreich. Zum einen fällt durch den Anmeldetermin mitten im Semester die von uns Studierenden geschätzte Flexibilität weg, die Klausurenphasen kurzfristig planen zu können. Der Termin mitten im Semester führt außerdem dazu, dass die Anmeldung zur Prüfung teils vor Beginn der zugehörigen Veranstaltung erfolgen muss. Des Weiteren hat ein gemeinsamer Termin für die Abgabe von Hausarbeiten und vergleichbaren Prüfungsleistungen eine enorme Konzentration des Workloads in der vorlesungsfreien Zeit zur Folge. (mehr …)

Beschluss der Vollversammlung zum Semesterticket

Liebe Studierende,

es wurde auf der studentischen Vollversammlung vom 20. April 2016 um 15:30 Uhr in HS 5 eine Urabstimmung für das Semesterticket beschlossen. Der Beschluss zur Urabstimmung wird gemäß §38 Abs. 1 der Satzung der Studierendenschaft hiermit hochschulöffentlich bekannt gegeben:

Die Vollversammlung möge beschließen, dass es eine Urabstimmung zum Semesterticket geben wird. Die Urabstimmung erfolgt im Rahmen der studentischen Hochschulwahlen vom 23. bis 25. Mai 2016 im Wahllokal innerhalb der Mensa auf dem Campus Scharnhorststraße. Der Abstimmungszeitraum beginnt ab dem 04.05. für die Briefwahl. Es werden folgende Varianten zur Wahl stehen:

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