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Aufruf anlässlich des Jahrestages der Befreiung vom Faschismus

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Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Zum 8. Mai – Tag der Befreiung vom Faschismus

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

Der Schwur von Buchenwald, 19. April 1945

Mit der Befreiung durch die Anti-Hitler-Koalition konnte das organisierte Unrecht des Faschismus gestoppt werden und endete mit der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945. Die Schlussfolgerung der internationalen Gemeinschaft lautete: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Das Studierendenparlament der Universität Lüneburg unterstützt die Erinnerungskultur zum 8. Mai und schließt sich damit den weltweit Feiernden an. Es ermuntert alle Studierenden, sich mit dieser Geschichte Deutschlands auseinanderzusetzen – insbesondere der Geschichte der Hochschulen in der Zeit des NS-Regimes.

Im deutschen Faschismus haben die Hochschulen wesentlich zum Vernichtungskrieg und zum Holocaust beigetragen. Als Lehre daraus darf die Wissenschaft nie wieder für menschenverachtende Interessen in Dienst genommen werden. Die grundrechtlich festgesetzte Freiheit der Wissenschaft und Forschung (Art. 5, Abs. 3, GG) ist eine Konsequenz daraus.

In diesem Sinne sollen die Aufklärung und das Engagement der Studierenden gegen Rechts – gerichtet auf die umfassende Verwirklichung der menschlichen Würde – befördert werden. Als Lehre aus der Geschichte bildet insbesondere das Vorbild des mutigen Engagements der „Weißen Rose“ eine beispielgebende Grundlage für die aktuell notwendige demokratische und aufklärerische Fortentwicklung der Hochschulen.

In diesem Sinne entfaltet das Studierendenparlament, zusammen mit dem AStA, die Kontroverse mit den Protagonisten von Konkurrenz und Egoismus, wie insbesondere der neuen Rechten. Gegen alle Versuche von der sozialen Ungleichheit abzulenken und diese zugleich zu legitimieren, indem sie den Menschen als Eigenschaft zugeschrieben wird, wirken Studierendenparlament und AStA für ein aufgeklärtes Menschenbild und sozialen Fortschritt.

Im Bewusstsein der massiven Vertreibungen im Rahmen der Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus positioniert sich die Studierendenschaft solidarisch mit den Geflüchteten, gegen Abschiebungen, für eine Wiederherstellung des Rechts auf Asyl und vor allem für die Überwindung struktureller Fluchtursachen.

 

Hier befindet sich der Aufruf nochmal als PDF: 2018-05-09_Aufruf anlässlich des Jahrestages der Befreiung vom Faschismus