Engagement braucht Raum

Das Raumkonzept für studentisches Engagement ist fertig!

Mit Eröffnung des Zentralgebäudes und den anstehenden Neu- und Umverteilungen von Räumlichkeiten hat die Studierendenschaft beschlossen den Raumbedarf für studentisches Engagement erstmals systematisch zu erfassen und Vertreter*innen der Universität zu übergeben.

Kunst außen am verkauften Unigebäude im Rotenbleicher Weg. Foto: Aljoscha Al-Badri

In den letzten Monaten wurde daher die aktuelle Nutzung von Räumlichkeiten und der zusätzliche Bedarf studentischer Initiativen, der FGVen und Fachgruppen, sowie des StuPa und des AStA  erfasst. Aufbauend auf diesen wurde das Raumkonzept entwickelt.

Zentrale Forderungen sind eigene Räume für die FGVen Studium Individuale, Politikwissenschaft, Promotion,  Wirtschaftsinformatik und die Fachschaft Volgershall, Schutzräume für marginalisierte Gruppen und Opfer von Diskriminierungserfahrungen, eine sinnvolle Lagerlösung für AStA-Ton&Licht sowie die Deckung des Bedarfs von Sondernutzungsarten verschiedener Initiativen, wie dem lunatic, der Zwiebel, dem Fotolabor oder Hexenstich.

 

Das Raumkonzept findet ihr hier:

https://www.asta-lueneburg.de/wp-content/uploads/2015/09/Raumkonzept-der-Studierendenschaft-2017a.pdf

Hier noch mal eine kurze Zusammenfassung der Kapitel:

  1. Einführung

Warum brauchen wir Räume für studentisches Engagement? Studentisches Engagement bildet einen wichtigen Pfeiler in der (Aus)Bildung zu kritischen Bürger*innen in einer komplexer werdenden Gesellschaft. Dieses Engagement ist in Lüneburg vergleichbar mit wesentlich größeren Hochschulen. Die vielen Projekte können aber nur verwirklicht werden, wenn wir dafür Raum zur Verfügung stellen.

2. Selbstverwaltete Räume

Die Selbstverwaltung und damit Unabhängigkeit vom Unibetrieb ist für uns wichtig, weil die Räume dadurch frei von vielen Zwängen sind – wir haben in ihnen keine Erinnerung an Prüfungen und können die Räume unabhängig von Regelungen der Uni nutzen (z.B. Schließzeiten). So können wir die Räume selbst gestalten, ganz nach unseren Anforderungen und wie wir uns wohlfühlen – welche Möbel wir benutzen wollen, welche Kunst wir an den Wänden wollen…

3. Organisationen der Studierendenschaft

Wir haben dargestellt, in welchen Gruppen ihr eigentlich organisiert seid – StuPa, AStA-Referate und Servicebetriebe, FGVen und Initiativen.

4. Nutzungsarten

In unserer Recherche haben wir verschiedene Nutzungsarten identifiziert:

  • Büroflächen und Beratungsräume
  • Gruppenarbeit, Sitzungen und Besprechungsräume
  • Schutzräume
  • Veranstaltungsräume
  • Lagerräume
  • Sondernutzung

5. Bestand

In diesem Kapitel haben wir unsere Probleme mit dem aktuellen Bestand aufgeführt.

Einige Fachgruppenvertretungen haben gar keine Räume, andere Räume sind zu klein, um Material zu lagern und Besprechungen durchzuführen.

Für die Initiativen fallen durch den Verkauf des Rotenbleicher Wegs einige große Räume weg, für die Ersatz geschaffen werden muss. Insgesamt brauchen die Initiativen mehr Besprechungs- und Lagerräume.

Das ist teilweise auch im AStA der Fall. Gerade die Arbeitsbedingungen in den Servicebetrieben leiden teilweise unter der Raumsituation: Das Lager des Ton&Licht-Verleihs ist ungünstig auf zwei relativ kleine Räumen im ersten Stock verteilt und die Kinderbetreuung von EliStu funktioniert in einem Raum mittlerweile auch nicht mehr richtig.

Für die Gremien der Verfassten Studierendenschaft ist das Teilen von Räumen weiterhin ungünstig: AStA und StuPa sollten als „Exekutive“ und „Legislative“ getrennte Räumlichkeiten benutzen.

Auch gibt es im Moment sehr wenig Räume, um sich zurückzuziehen. Wir sehen dabei den Bedarf für geschützte Räume für Menschen, die Diskriminierungserfahrungen haben.

6. Bedarf

Als allgemeine und grundlegende Prinzipien in Bezug auf die studentische Raumnutzung sehen wir anhand der angeführten Erwägungen folgende Punkte an:
– AStA und StuPa sowie ihre Untergliederungen sollten eine ausreichende Menge an Arbeitsräumen für die verschiedenen Kompetenzbereiche zur Verfügung haben
– Jede Fachschaft sollte einen eigenen Raum in der Nähe der jeweils verantwortlichen Institute oder des Dekanats haben
– Jede Fachgruppenvertretung, die keiner Fachschaft angehört, sollte einen eigenen Raum in der Nähe der jeweils verantwortlichen Institute oder des Dekanats haben
– Lagerflächen sollten auch in der Nähe von Büros bzw. Gruppenarbeitsräumen vorhanden sein, um Gegenstände für den regelmäßigen Bedarf in entsprechender Reichweite aufbewahren zu können
– Initiativen sollten für ihre Treffen nicht systematisch auf leere Seminarräume angewiesen sein, dies sollte eher Ausnahme als Regel sein
– Allen Initiativen sollte Zugriff auf Gemeinschaftsräume und Lagerflächen möglich sein
– Vorschriften in Bezug auf Vertraulichkeit/Persönlichkeitsrechte und Arbeitssicherheit müssen eingehalten werden können
– sollten bspw. neue Fachgruppenvertretungen, Initiativen oder AStA-Servicebetriebe gegründet werden, sollte zeitnah der notwendige Raum zur Verfügung gestellt werden, um gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisten und einen hürdenlosen Start zu ermöglichen
– die Räume für studentische Organisationen sollten unabhängig von der Uhrzeit ohne Aufwand erreichbar sein
– um Planungssicherheit für alle studentischen Organisationen sicherzustellen, ist eine langfristige Vereinbarung über die Nutzung und Gestaltung von studentischen Räumen notwendig
Nach diesen Prinzipien haben wir die speziellen Bedarfe der verschiedenen Gruppen aufgeführt.

7. Perspektiven

Unabhängig von diesen konkreten Bedarfen haben wir noch einige Visionen, wie studentischer Raum noch sein könnte.
Wir hätten gerne ein komplett studentisch selbstverwaltetes Gebäude 9.
Für die verschiedenen Studiengänge wären Common Rooms für den Austausch innerhalb des Studiengangs sehr sinnvoll.
„Shared Spaces“, die wir selber gestalten können, würden die Initiativen- und Gruppenarbeit von Student*innen erheblich fördern.

8. Abschluss

Zum Schluss noch mal: Studentisches Engagement kann durch passende Räumlichkeiten enorm gefördert werden – wir freuen uns, wenn die Uni das Engagement nicht nur durch Hochglanzbroschüren, sondern auch durch konkrete Maßnahmen fördert!

Öffnungszeiten AStA Büro

In der Vorlesungszeit:

Mo: 10:00 – 14:00 Uhr
Di: 10:00 – 16:00 Uhr
Mi: 10:00 – 16:00 Uhr
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