Queere Ringvorlesung 2017

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Dieses Semester gibt es zum zweiten Mal eine queere Ringvorlesung an der Universität Lüneburg. Das AStA Referat QuARG hat keine Kosten und Mühen gescheut und ein buntes Programm aus Vorträgen, Workshops und Filmen auf die Beine gestellt. Los geht’s am 9. Mai um 18:15 Uhr in C 14.006 mit dem Vortrag “A_sexualität 101”.
Und das ist das Programm:
Vortrag: A_sexualität 101 mit Annika Spahn am 09.05.2017 um 18.15 in C14.006
Was ist eigentlich A_sexualität und was ist es nicht? Welche Diskriminierungserfahrungen machen a_sexuelle Menschen in der Gesellschaft, aber auch der queeren Community? Wie geht die Medizin mit a_sexuellen Menschen um? Wie sieht a_sexueller Aktivismus aus? Diese und viele andere Fragen versucht der Vortrag zu beantworten. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig.
Workshop: Einvernehmlichkeit/ Konsens in Sex und Beziehungen mit Joris Kern am 13.05.17, 13-19 Uhr in C6.320
Einvernehmlichkeit bedeutet, dass jederzeit alle Beteiligten sicher sein können, dass alle Beteiligten einverstanden sind, mit dem was passiert. Das ist leider nicht selbstverständlich, denn Medien und Gesellschaft zeichnen das Bild von einer wortlosen, „funktionierenden“, linearen (Hetero)Sexualität, in der einfach getan wird, in der Hoffnung, dass kein Nein kommt.
Aber: NEIN ist super! JA auch!

Leider ist es den meisten von uns nicht in die Wiege gelegt über Bedürfnisse, Wünsche, Lust und Unsicherheiten zu sprechen und es gibt oft zu wenig Gelegenheiten, Aushandlung und Kommunikation in einem sicheren Rahmen zu üben.
In diesem Workshop wird es also um Dinge gehen, die für einvernehmliche Sexualität und Beziehungen nötig sind: z.B. gut bei sich sein, Grenzen fühlen und kommunizieren, herausfinden was man will, mit Körper und Ohr zuzuhören, offen für die andere/n Person/en sein, der eigenen Wahrnehmung trauen, nach Bedürfnissen und Wünschen fragen, Bedürfnisse und Wünsche äußern, über (Un-)Lust und Körper reden, Austausch über Sexualität und sexuelle Themen. Wir werden einzeln, in Kleingruppen und der ganzen Gruppe über Themen reden und spielerisch verschiedene Möglichkeiten ausprobieren auszuhandeln, was geschieht. Dabei machen wir auch körperliche, nicht-sexuelle Spiele und wechseln zwischen Tun, Wahrnehmen und Reflektieren.
Film: Voltrans am 16.05.17 um 19.30 im Plan B
Trans men identify as individuals who proclaim themselves as men while their anatomical body is identified as “woman”. This person might be undergoing a period of transition, planning a transition or needing no transition. Voltrans is a trans men initiative which is composed of three trans men who found each other in 2007. This documentary project came up in order to make the stories of those trans men coming together, acting together, visible, share the experiences and problems of those people, document their own histories. In this feature-length movie that has been shot since March 2012, trans activists who banded together in Voltrans sincerely tell what it means to be a trans man in a heterosexist and transphobic society which is founded upon binary gender system and how they fought back against stereotypes of masculinity and “trans manhood”. Another goal of the documentary is standing against fixed and discriminatory gender politics in a practical and visible way.
Workshop: What does it mean to demand `queer rights`? mit Ben Trott am 22.05.17 um 18.15 in C14.006
In recent decades, new rights have been fought for and won by queer and LGBT people. But who has the right to decide which rights queers have a right to? And what is the source of this ‘right’ – who grants, enacts, or legitimises it? Are ‘queer rights’ primarily about extending existing rights (like the right to marry or to be protected from discrimination in the workplace) to queer people? And do these kinds of inclusion necessarily produce new forms of exclusion? Or is the demand for queer rights really about allowing queer subjects to determine the kinds of rights they need or desire? Is the notion of rights inextricably caught up with a very particular (liberal) conception of the individual subject, or can rights themselves be queered? And if so, how?
This workshop will begin with a short input by Ben Trott (Gastwissenschaftler für Geschlechter- und Intersektionalitätsforschung, Institut für Philosophie und Kunstwissenschaft) and will involve a discussion of these and other questions.
Vortrag: (Mein) Fett ist politisch! mit Magda Albrecht am 23.05.17 um 18.15 in C14.006
„Du siehst gut aus, hast du abgenommen?“ Dieser vermeintlich harmlose Satz ist Teil eines größeren Phänomens: Das Ab- und Bewerten von Körpern und Dickenfeindlichkeit. Dicke Menschen müssen medial stets als Negativbeispiel herhalten, ihre Körper werden als „krank“ und „defizitär“ kategorisiert. In dem Vortrag wird die (jüngere) Geschichte der Kategorie „Übergewicht“ und die daraus wachsenden politischen, sozialen und kulturellen Konsequenzen kritisch beleuchtet und dem gesellschaftlichen Normzustand eine fett-positive Perspektive entgegengestellt sowie einige Grundsätze der Fat Empowerment / Health at every Size – Bewegung vorgestellt.
Magda Albrecht ist politische Bildnerin und Mitglied des feministischen Vereins und Gemeinschaftsblogs Mädchenmannschaft e.V. Sie schreibt, forscht und hält Vorträge zu den Themen Körpernormierungen (insbesondere Dickendiskriminierung), Strategien zur Selbstermächtigung und queer-feministische Aktionsformen.
Film: #direnayol, anschließend Diskussion mit Regiseur Rüzgâr Buşki am 29.05.2017 um 19.00 im Plan B
#direnayol accompanies trans* activist Şevval Kılıç during the 21st Istanbul LGBTI Pride caught up in the reflexions of carnivalesque Gezi Park Uprising. #direnayol is a turbulent audiovisual journey witnessing a wind of hope, humour, and solidarity wished to be remembered in the politics of Turkey today.
Vortrag: Lebensrealität intergeschlechtlicher Menschen 2017 mitLucie Veith am 30.05.17
um 18.15 in C14.027
Intersexuelle Menschen werden mit Geschlechtsmerkmalen geboren, die Ähnlichkeiten mit denen von männlich oder weiblich zugeordneten Körpern aufweisen oder eine Mischung von beiden darstellen. Ist das ein Problem, und wenn ja, für wen? Lucie Veith vom Kompetenzcentrum Inter* spricht über die Lebensrealitäten, von Gewalt und Diskriminierung .

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