INFORMATIONSSEITEN ZUR CAMPUSENTWICKLUNG DER UNIVERSITÄT
Stand: 31.08.2011
Diese Seite gibt einen Überblick und verlinkt die wichtigsten Dokumente. Alle Infos sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Eine Gewähr für Aktualität und Richtigkeit können wir jedoch nicht geben, insbesondere wegen der katastrophalen Kommunikations- und Beteiligungspolitik der Universitätsleitung.
Übersicht:
Das sagen die Studierenden zur Campusentwicklung
Die Erklärung der ehem. Präsidenten
Stand im Sommer 2011 (Stichtag 31.08.)
Entscheidung des Stiftungsrats vom 20.12.2010
Sachstand & Argumente vor der Entscheidung des Stiftungsrats
Statusbericht im Detail
Bauleitplanung für den Campus
Weitere Infoquellen
Das sagen die Studierenden zur Campusentwicklung:
Seit 2006 ist viel passiert. Hier die wichtigsten Äußerungen:
Am 8. Mai 2011 wurde der Grundstein für das geplante Zentralgebäude gelegt (und anschließend wieder abgebaut).
Der von der Uni zuvor gestellte Bauantrag wurde im März mit einer Baugenehmigung positiv beschieden.
Die Finanzierung des Zentralgebäudes ist angeblich gesichert (siehe unten "Statusbericht im Detail"). Der AStA geht nach wie vor von einer erheblichen Finanzierungslücke aus.
Das Präsidium hat im Juli beschlossen, ab Oktober 2011 Parkgebühren von Studierenden und MitarbeiterInnen zu verlangen. Die Höhe ist noch unklar.
Die Maschinenhalle aus Volgershall wird im Keller des Zentralgebäudes untergebracht.
Eine Planung zur Erweiterung der Bibliothek Unicampus besteht derzeit nicht.
Für den Verkauf von Volgershall laufen Gespräche.
Entscheidung des Stiftungsrats vom 20.12.2010
Auf seiner Sitzung hat der Stiftungsrat wichtige Entscheidungen getroffen.
Das Zentralgebäude wird gebaut, allerdings ohne privaten Investor und PPP, sondern betrieben und bewirtschaftet von der Universität
Das geplante Hotel auf dem Campus wurde vom Stiftungsrat gestoppt; es kann (natürlich) außerhalb des Campus gebaut werden
Es soll eine Parkraumbewirtschaftung geben, für die ein PPP-Modell vorgesehen ist. Kostenpflichtiges Parken (für Studis) ist weiterhin vorgesehen.
Genaue Sachstandinfos findest Du weiter unten im detaillierten Statusbericht.
Auf der Senatssitzung am 19.01.2011 äußerte sich Präsi Spoun wie folgt:
Finanzmittel für das Gebäude stehen zur Verfügung von Land, EU (14 Mio. aus Innovationsinkubator), Stadt & Landkreis, Bundeswirtschaftsministerium, ev. & kath. Kirche, jüd. Gemeinde, Rheinzink; weiter vorgesehen sind 9 Mio. aus Liegenschaftsverkäufen, weitere Finanzmittel aus anderen Bereichen des I-Inkubators; Finanzmittel aus dem Vorsteuerabzug gemäß Umsatzsteuererstattung; Spoun sah sich trotz fristgerecht eingereichter Senatsanfrage nicht Willens und in der Lage, die genauen Teilbeträge zu benennen.
Es gibt keine Finanzreserven für evtl. Kostensteigerungen beim Bau des Zentralgebäudes (wäre laut Spoun gar nicht möglich).
Das komplette Risiko des Baus müsse die Uni tragen. Es sei aber gering.
Die Standorte Volgershall (Alt- & Neubau) sowie Rothenbleicherweg sollen verkauft werden.
Auf die Frage, wohin die Bibliothek aus Volgershall umziehen würde, gab es keine Antwort.
Wirtschaftlichkeitsprüfung. Risikobewertung sowie Markterkundung für die Vermietung des Zentralgebäudes und weitere angefragte Unterlagen seien Teil des wettbewerblichen Dialogs gewesen und könnten daher nicht mehr veröffentlicht werden.
Die Presseberichte über eine Sonderuntersuchung des Landesrechnungshofs seien "nicht zutreffend", der LRH prüfe am Ende des Verfahrens.
Informationen zum Sachstand vor der Entscheidung des Stiftungsrats am 20.12.2010
Hier findet ihr das AStA-Zeitungs-Themenspezial Datei zum Herunterladen. (Stand: 13.09.2010) Lesenswert! (und nach wie vor mit vielen aktuellen Infos)
Die geplante Campusentwicklung
Die Finanzierung(slücke)
Argumente Pro & Contra
Hintergrundinfos
Umfassende Chronik der Ereignisse seit 2006 (!!!)
Seit dem AStA-Zeitungsthemenspezial vom 13.9.2010 haben sich bis zur Stiftungsratssitzung folgende Dinge geändert:
Der private Investor soll nun keinen Kostenbeitrag zum Zentralgebäudebau mehr leisten. Dies berichtete der Staatssekretär im Wissenschaftsausschuss des Landtages. Presseberichte folgten.
Der Verkauf des Standortes Volgershall ist geplatzt. Das berichtete die LZ am 14.10.2010. Gerüchten zur Folge soll es einen neuen Kauf-Interessenten geben (Stand: 30.11.2010).
Die HAZ berichtet am 29.10.2010, dass die Klosterkammer mit 10 Mio. Euro einspringen soll, um die Finanzlücke zu schließen. Die Verhandlungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen.
Der Präsident berichtete am 17.11.2010 im Senat, dass der Wettbewerbliche Dialog am 12.11.2010 beendet wurde. Das Präsidium prüft nun die eingegangenen Angebote potentieller Investoren. Bis Ende Februar 2011 soll ein Vertrag abgeschlossen werden. Damit verschiebt sich dieser Termin erneut von Ende 2010 um zwei Monate.
Am 4.12. berichtete die LZ, dass das Bundeswirtschaftsministerium 3,45 Mio. Euro für den Bau des Zentralgebäudes zur Verfügung stellt. Ein entsprechender Zuwendungsbescheid sei eingetroffen. Holm Keller bestätigt das, eine Finanzlücke gebe es nicht.
Ebenfalls am 4.12.10 berichtet die HAZ, Ministerin Wanka halte das Finanzierungskonzept für "gut". Es wird auch über eine Landesbürgschaft für das Zentralgebäude nachgedacht. Gerüchte, das Gebäude würde kleiner ausfallen als geplant, wies das MWK zurück.
Statusbericht im Detail:
Zentralgebäude
Entscheidung des Stiftungsrats vom 20.12.2010: Universität will das Zentralgebäude in eigener Regie bauen und betreiben
Finanzierung angeblich gesichert (Stand: 9. Mai 2011): 57,7 Mio. Euro Baukosten
21 Mio. Euro Land Niedersachsen
14 Mio. Euro aus dem EU-Innovationsinkubator
7 Mio. Euro Stadt & Landkreis
mehr als 2 Mio. Euro Bundeswirtschaftsministerium
9 Mio. Euro Verkauf von universitären Liegenschaften Volgershall und Rothenbleicher Weg
3,6 Mio. Eigenbeitrag der Universität (???)
600.000 Ev. & kath. Kirche; jüd. Gemeinde; Klosterkammer
500.000 Materialspende von Rheinzink
AStA hält das Finanzkonzept für unseriös (Eingeplante Verkaufserlöse Rothenbleicher Weg & Volgershall; Eigenbeitrag)
Baugenehmigung erteilt; Baubeginn nicht absehbar, geplant Frühjahr 2012 (zuvor: 2008, dann 2009, dann 2010, dann 2011); Fertigstellung geplant Herbst 2014
Bedingung für den Baubeginn: Die Dächer der Hörsäle 1 - 4 und der Bib müssen zuvor begrünt werden; Planung: Sommer 2011; Beginn der Umsetzung unklar
Parkhaus / Parkpalette vor Geb. 14
Planung für ca. 300 Parkplätze ist Teil des Bauantrags für das Zentralgebäude, benötigt aber eigene Baugenehmigung
Planung der Parkpalette unbekannt
Bau und Betrieb sollen durch privaten Investor (PPP-Nehmer) erfolgen
Finanzierung abhängig von Investorensuche
Studierende sollen kostenpflichtig parken (Verhandlungen über genaue Kosten finden derzeit Uni-intern statt)
Baubeginn nicht absehbar
Endgültige Entscheidung des Stiftungsrats steht aus
Parkpalette (Mensa)
Bau weitgehend abgeschlossen, Parkfreigabe steht noch aus; integrierte Räumlichkeiten für Technik, Hausdienst, AStA-Fahrradwerkstatt bereits bezogen
Betrieb soll durch privaten Investor erfolgen (PPP)
Kostenpflichtiges Parken
2 Mio. Euro Finanzierung durch Konjunkturpaket II für Technikräumlichkeiten; Finanzierung Parkpalette durch Eigenmittel der Universität (genauer Betrag Höhe unbekannt, 1,6 Mio. Euro im Gespräch)
Vom Stiftungsrat beschlossen, Baubeginn 9.8.2010 - derzeit im Bau
Hotel
vom Stiftungsrat am 20.12.2010 gestoppt
Sondergebiet Hotel im Bebauungsplan besteht weiterhin; eine Klage gegen den B-Plan ist nicht mehr möglich
Studierendenwohnheim
vom Stiftungsrat gestoppt
Außenanlagen
Ideenwettbewerb abgeschlossen, Siegerentwurf steht fest
Vertrag über Ausführungsplanung noch nicht geschlossen
Finanzierung nicht absehbar (außer Umfeld Zentralgebäude)
Endgültige Entscheidung des Stiftungsrats steht aus
Leitsystem (Beschilderung, Information)
studentische Ideen aus Seminar, genaues Konzept unbekannt
Finanzierung 5.ooo Euro Spende der Haspa; Restbetrag ungewiss
Baubeginn unbekannt
Bauleitplanung für den Campus:
Neue Gebäude auf dem Campus können nicht einfach nach Lust und Laune der Universität gebaut werden. Sie benötigen eine rechtliche Grundlage, den sog. "Bebauungsplan". Darin regelt die Stadt, was gebaut werden darf und was nicht.
In der Zeit von Frühjahr 2008 bis November 2009 hat die Stadt Lüneburg den neuen B-Plan Nr. 137 "Leuphana Universität" erarbeitet. Dieser ist vom Rat trotz heftiger Studierendenproteste beschlossen und wurde von der Regierungsvertretung nach langer Prüfung genehmigt. Er ist Ende Mai 2010 veröffentlicht worden und damit rechtskräftig. Gegen den B-Plan Nr. 137 hat die benachbarte Krankenversicherung einen Normenkontrollantrag beim OVG Lüneburg gestellt. Die Entscheidung steht noch aus. (Stand: 25. Mai 2011)
Einige spärliche Infos gibts auch aus den Protokollen der universitären und studentischen Gremien: Senat, Fakultätsräte, AStA-Sitzung & StuPa (Einsicht im AStA-Büro)
Von einigen zentralen Veranstaltungen existieren Videoaufzeichnungen. Diese sind aus Kostengründen leider nicht mehr online verfügbar, können aber auf Anfrage gern eingesehen werden. Die folgenden Videos sind bei uns verfügbar:
Studierendenversammlung am 09.05.2007
Antrittsvorlesung von Daniel Libeskind am 27.06.2007
Vollversammlung der Studierenden am 24.10.2007
Podiumsdiskussion zur Campusentwicklung am 04.12.2007
Landespressekonferenz zur Campusentwicklung am 19.12.2007
Zentralgebäudepräsentation am 16. Mai 2008
Wir würden dich gern umfassender informieren, aber der Infofluss von Seiten der Unileitung ist mehr als unzureichend. Seit 2006 haben wir es trotzdem geschafft, eine Menge Informationen zusammenzutragen. Diese konnten wir leider nicht immer in vollem Umfang öffentlich präsentieren. Die Pflege dieser Seiten benötigt sehr viel Zeit und wir kommen mit der Arbeit nie nach. Wenn Du also Fragen hast, wende dich gern an NOA. Wahrscheinlich können wir Dir noch viele weitere Infos geben.