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Der ehemalige AStA-Sprecher Ralph Koglin wurde in besagtem Artikel zitiert - in seinen Augen falsch. Hier ist seine Gegendarstellung nachzulesen.
Herr Wierda schrieb in seinem Beitrag: „Und tatsächlich, es sieht so aus, als könnte der junge Uni-Präsident mit seiner Charmeoffensive das Unwahrscheinliche schaffen: Die Stimmung auf dem Campus dreht sich. Selbst seine größten Kritiker loben die offene Gesprächskultur, die mit Spoun in die Universität eingezogen ist. Und Ralph Koglin, der bei Spouns Amtsantritt Asta- Sprecher war, sagt: »Wenn Sie jemanden suchen, der kein gutes Haar an der Reform lässt, bin ich nicht der Richtige. Statt über die schlechte Lage zu lamentieren, nimmt da einer das Heft endlich in die Hand und handelt.«“
Ich möchte klarstellen, dass diese Aussage von mir nicht getätigt wurde. Bei dem Gespräch, auf das sich Herr Wierda mit diesem falschen Zitat bezieht, handelte es sich um ein 20 minütiges Telefoninterview aus dem Februar 2007. Dabei wurden mir als damaliger AStA Sprecher Fragen gestellt, wie sich das Verhältnis zwischen Studierendenschaft und Präsidium seit dem Amtsantritt von Sascha Spoun darstellt und was der AStA von der neuen Außendarstellung der Universität Lüneburg halte.
Im Vergleich zum vorherigen Präsidium hat sich das Verhältnis zum neuem Präsidium als sehr offen und zugänglich dargestellt. Besonders zu Beginn der Amtszeit von Sascha Spoun und Holm Keller gab es viele Gespräche zwischen Studierendenschaft und Hochschulleitung. Viele Probleme und Bedenken wurden dem Präsidium offen dargelegt und kritisch besprochen. Auch die Partizipation an dem Neuausrichtungsprozess war gegeben und ich bin auch weiterhin überzeugt, dass sich noch immer alle interessierten Studierenden an diesem Prozess aktiv beteiligen können.
Jedoch wurde in diesem Interview auch deutlich Kritik von mir gegenüber den aktuellen Entwicklungen geäußert. So verringerte sich der Kontakt zum Präsidium im zunehmenden Maß (seit Ende 2006), was dazu führte, dass die Studierendenschaft viele Informationen sehr spät oder gar nicht erhalten hat. Hierzu zählen vor allem die Entwicklungen im Rahmen der neuen Außendarstellung oder dem Bau eines Audimax. Generell kam immer wieder das Gefühl auf, dass die Studierendenschaft nicht alle notwendigen Informationen erhalte. Dies führte dazu, dass das Verhältnis zwischen Studierendenschaft und Hochschulleitung deutlich misstrauischer wurde. Dass sich die Informationsweitergabe deutlich verbessern müsse, wurde in verschiedenen Gesprächen zwischen den damaligen AStA SprecherInnen und dem Präsidium offen und deutlich klargestellt und nicht zuletzt die Bestrebungen der jetzigen AStA SprecherInnen sowie der StuPa Vorsitzenden zeigen, dass sich hier erste Verbesserungen einstellen.
Ein weiteres Problem, was ich in diesem Gespräch mit Herrn Wierda klar geäußert habe, bezog sich auf Schwierigkeiten innerhalb der Verfassten Studierendenschaft. Wie gesagt, besteht aus meiner Sicht die Möglichkeit, dass sich Studierende aktiv an dem Neuausrichtungsprozess beteiligen können, jedoch sind die Voraussetzungen hierfür nicht im ausreichenden Maß gegeben. Durch den enormen Zeitaufwand im Bachelor Studium fehlt der Verfassten Studierendenschaft der Nachwuchs, was sich deutlich bei der Neuwahl der AStA SprecherInnen gezeigt hat. So sind es immer wieder die gleichen Studierenden, die sich in verschiedenen AGs an der Hochschulentwicklung beteiligen. Von einer ausreichenden Partizipation am Neuausrichtungsprozess kann daher nicht ausgegangen werden. Auch dies wurde dem Präsidium in Gesprächen mitgeteilt, doch ist es die Aufgabe der Verfassten Studierendenschaft ein grundlegendes Konzept zu entwickeln, welches studentisches Engagement fordert und fördert.
Auch wenn ich die zurückliegende Zusammenarbeit zwischen dem Präsidium und der Verfassten Studierendenschaft positiv betrachte, habe in dem Interview mit Herrn Wierda sehr wohl auch Kritik am Verhältnis zwischen Studierendenschaft und Präsidium sowie an der neuen Außendarstellung geübt. Diese ist in diesem falschen Zitat jedoch nicht ersichtlich. Durch dieses falsche Zitat wird der Studierendenschaft eine Haltung zugesprochen, die in keiner Weise der Wirklichkeit entspricht, denn es gibt sehr wohl auch äußerst kritische Meinungen zur Neuausrichtung der Universität Lüneburg innerhalb der Verfassten Studierendenschaft.
Lüneburg, den 23.03.07
Ralph Koglin
ehemaliger AStA Sprecher