Ministerium hängt in der Luft und bekommt keine Informationen zur Verwendung der Studiengebühren - jetzt sollen die Studis helfen.
Wissenschaftsminister Lutz Stratmann hat einen Brief an alle niedersächsischen Studierenden verfasst, in dem er um Informationen bezüglich der Verwendung der Studiengebühren bittet.
Scheinbar hängt das Ministerium total in der Luft, die Bitte um Informationen klingt reichlich verzweifelt - zumal der inhaltsleere Brief nicht gerade auf große Detailkenntnis schließen lässt. Es ist schon sehr amüsant, dass der Minister selbst keinen Überblick hat, welche Auswirkungen sein Gesetz hat. Jetzt die Studierenden um Informationen zu bitten, grenzt schon an Ironie, zumal diese die Belastung der Studiengebühren tragen müssen und offiziell zu Kunden erklärt wurden. Jetzt plötzlich sollen sich die Kunden also beteiligen - eine seltsame "Neuausrichtung" der Hochschulpolitik des Landes.
Vielleicht überlegt man sich ja beim nächsten genialen Gesetz vorher, ob es sinnvoll und praktikabel ist - und vor allem, wie man die relevanten Infos erhält.